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Nestbeschmutzer und Querulanten

Je mehr Köpfe, desto mehr Meinungen. Das ist ein Grundsatz, der trifft sicherlich auf viele Situationen zu. Doch bei den Feuerwehren kann es dadurch doch zu einigen Problemen führen.


Bei Einsätzen gibt es nicht nur ein Richtig oder Falsch. Da gibt es bei vielen Köpfen auch viele Lösungsvorschläge. Aber entscheiden kann im Endeffekt nur einer - nämlich der Einsatzleiter. Er trägt dafür auch die Verantwortung. Daher laufen die Einsätze im Normalfall auch geordnet ab.


Anders ist die Sachlage jedoch im Feuerwehralltag. Hier wird doch meistens versucht etwas demokratischer vorzugehen. Aber natürlich kann auch der beste Feuerwehrkommandant nicht alle Wünsche jedes einzelnen Feuerwehrmitgliedes erfüllen.


Es wird versucht werden, einen guten Kompromiss zu finden. Doch leider kommt es immer wieder vor, dass Kameraden mit diesem Kompromiss nicht auskommen wollen. Und hier entstehen dann Probleme die eigentlich nicht notwendig sind.


Leider gibt es einige Kameraden, die glauben, dass es ohne sie bzw. ohne ihrer Meinung nicht funktioniert. Es wird dann versucht, alle anderen Dinge schlecht zu machen. Meistens nur innerhalb der eigenen Feuerwehr. Schlimmer ist es jedoch, wenn versucht wird die eigene Feuerwehr bzw. nur einige Kameraden nach außen in ein schlechtes Licht zu rücken.


Haben wir das wirklich nötig?


Eine Feuerwehr zu führen, ist schwer genug. Auch ohne ständige Querschüsse. Ich glaube wir sollten alle erwachsen genug sein, dass wir auch akzeptieren können, dass es nicht immer nach unseren Vorstellungen geht. Alles andere erscheint doch ziemlich egoistisch.


Eine Sache sollte nicht vergessen werden! Nur gemeinsam kann bei der Freiwilligen Feuerwehr etwas erreicht werden. Auch wenn man mit verschiedenen Entscheidungen nicht einverstanden ist, sollte man doch über seinen Schatten springen und diese mittragen. Bei einer anderen Gelegenheit wird sicherlich die eigene Meinung mehr berücksichtigt werden.


Wer wegen seines verletzten Egos (aufgrund der Nichtbeachtung seiner Meinung, eine „vergessene“ Beförderung, welche Gründe auch immer …)  seine Feuerwehr auch nach außen schlecht macht oder die eigene Feuerwehr boykottiert und seinen Feuerwehreid („…Ich gelobe, allen Mitgliedern in der Feuerwehr ein guter Kamerad zu sein, den Vorgesetzten gehorsam zu sein, die freiwillig übernommenen Pflichten gewissenhaft zu erfüllen und mich unter Einsatz meiner ganzen Kraft zur Wehr für den Nächsten einzusetzen…“) anscheinend vergessen hat, sollte sich mal die Frage stellen was das bringt. Denn Freunde wird er sich in der eigenen Wehr dadurch sicherlich nicht machen.
Auch sinkt die Wahrscheinlichkeit drastisch, dass bei Entscheidungen auf seine Meinung Wert gelegt wird.

Das Schlimmste ist jedoch, dass solche Kameraden den Freiwilligen Feuerwehren allgemein schaden.

Denn wenn wir uns intern nicht einig sind, und uns noch dazu gegenseitig schlecht machen, wie sollen wir dann von der Bevölkerung bzw. von den Politikern ernst genommen werden. Und wenn wir nicht ernst genommen werden, dann können wir auch keine Forderungen und Wünsche durchsetzen.

 
Sicherlich ist es unangenehm wenn man seine Wünsche zurückstecken muss, aber ich glaube es ist wichtiger für die Gemeinschaft etwas Positives zu bewegen, als seinen Kopf durchzusetzen.


"Allen Leuten Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann" wenn man sich das ab und zu in Erinnerung ruft, dann sollte es auch weniger Querulanten und mehr Gemeinsamkeiten bei der Feuerwehr geben.