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Informationen über Rauchmelder

"Mir passiert so etwas nicht“. Denken Sie das auch, wenn Sie von  einem Wohnungsbrand lesen? Wie die Statistiken zeigen, dürfte das ein Großteil der österreichischen Bevölkerung tun. Vorsicht ist kein ausreichender Schutz. Minimieren können Sie das Risiko durch Rauchmelder.

 

hier einige Zahlen und Fakten

Rauchmelder Flamm EX 22
  • Jährlich sterben in Österreich rund 40 Menschen durch Brände, etwa 1600 werden schwer oder leicht verletzt. Ein Drittel der Opfer sind Kinder.
  • Mehr als 2000 Mal pro Jahr rücken Österreichs Feuerwehren aus, um Brände in Haushalten zu löschen.
  • 90 Prozent aller Brandtoten sind Rauchtote, 70 Prozent von ihnen sterben im Schlaf.
  • Die Zeit zur Selbstrettung nach Ausbruch eines Brandes beträgt normalerweise nur etwa zwei Minuten.
  • Nur fünf Prozent der österreichischen Haushalte sind mit einem elektronischen Rauchmelder ausgestattet.
  • Warngeräte könnten 50 Prozent des personellen und materiellen Schadens verhindern.


90 Prozent der Brände beginnen schleichend und glosen oft stundenlang mit niedriger Temperatur und großer Rauchentwicklung vor sich hin. Das drohende Feuer muss aber früh genug erkannt werden. Und genau hier schlummert die größte Gefahr. 70 Prozent aller Brandtoten wurden im Schlaf überrascht.

 

Zwei Minuten Zeit

Wer denkt, er hätte noch 10 bis 15 Minuten, um sich aus dem Haus oder der Wohnung zu retten, wenn der Brand bemerkt wird, der irrt. Nach Ausbruch eines Brandes bleiben den Opfern maximal zwei Minuten Zeit zur Selbstrettung,  Man kann sich auch nicht darauf verlassen, dass Nachbarn oder Haustiere rechtzeitig warnen. Rauch ist das eigentliche Problem bei Zimmerbränden. Es genügt schon eine Lungenfüllung mit Brandrauch, die das Bewusstsein raubt und eine Flucht unmöglich macht.
 

 

Gute Vorsätze reichen nicht

Natürlich kann man sich sagen, dass man nicht mit der Zigarette im Bett einschläft, keinen Topf auf dem Herd vergisst und den Christbaum nie unbeobachtet lässt. Gute Vorsätze reichen aber nicht aus. Defekte Elektroleitungen oder ein Kurzschluss eines Computers oder Fernsehers im Stand-by-Modus zeigen: Gefahren lauern auch an Stellen, die sich unserer Kontrolle entziehen (siehe dazu: "Potenzielle Gefahrenquellen"). Hier stellt der Rauchmelder die vielleicht letzte Rettung dar. In Österreich ist die Installation von Rauchmeldern, auch Homemelder genannt,  gesetzlich nicht geregelt. Jeder ist selbst für den Brandschutz verantwortlich.

Die Einführung eines solchen Gesetzes kann Leben retten:  Seit zum Beispiel in den USA 90 Prozent der Haushalte mit Homemeldern ausgestattet sind, ist die Zahl der Todesopfer bei Haus- und Wohnungsbränden um 50 Prozent zurückgegangen. Ähnlich in Kanada, Großbritannien, Australien und Norwegen. Die alarmierende Zahl für Österreichs Haushalte: Lediglich fünf Prozent sind mit elektronischen Brandmeldern ausgerüstet. Würde der bestehende Gesetzestext entsprechend geändert, könnten 50 Prozent der personellen und materiellen Brandschäden verhindert werden. In Zahlen ausgedrückt: Rund 20 Menschen mehr könnten pro Jahr aus einem Feuer gerettet werden und mehr als 800 würden unverletzt bleiben.

Rauchmelder nicht in die Küche

Heimrauchmelder sind unauffällige kleine Geräte, die an der Zimmerdecke angebracht werden und die Wohnästhetik nicht stören. Sie funktionieren alle über ein fotooptisches Messverfahren, das mittels einer Lichtzelle die Konzentration der Rauchpartikel in der Luft misst. Es ist daher ratsam, sie nicht in der Küche anzubringen - das könnte des öfteren zu einem Fehlalarm führen. Ratsam ist die Montage im Treppenhaus oder im Vorzimmer sowie im Kinderzimmer oder auf Dachböden. Bei vielen Modellen ist es möglich, mehrere Melder über ein Kabel zu verbinden, sodass bei Rauchentwicklung auch alle anderen Geräte Alarm schlagen.

Das ist vor allem in mehrgeschossigen Häusern oder Wohnungen von Vorteil. Wer sich das Kabelverlegen nicht antun möchte, hat auch die Möglichkeit, eine Verbindung zu einer Zentralstelle im Haus mittels Funkadapter einzurichten. Auch eine zentrale Sirene kann dazugeschaltet werden.

Worauf sollte ich beim Kauf eines Rauchmelders achten?

Rauchmelder EL 105
  • Wichtige Ausstattungsdetails. Testknopf zum Auslösen eines Probealarms, optisches Blinksignal, das die Einsatzbereitschaft anzeigt, akustisches Warnsignal bei notwendigem Batteriewechsel.
  • Gütesiegel. Das Zeichen „VDS-geprüft“ signalisiert Qualität und Zuverlässigkeit. Die „CE“-Kennzeichnung sagt wenig aus.
  • Richtig montieren. Bei Elektrotechniker oder Alarmanlagen-Errichter informieren, falls die Bedienungsanleitung zu wenig darüber sagt.
  • Nicht zu leise. Auf die angegebene Dezibelzahl achten, je höher, desto besser.

Dieser Tipp erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Irrtum vorbehalten.