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Brandcontainer bei der FF Hochenegg

Vom 02. bis 04.April fand auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Hochenegg, Bezirk Fürstenfeld, eine Atemschutzübung in einem Brandcontainer statt.

In diesem Container, der vom Bezirksfeuerwehrkommando Fürstenfeld angemietet wurde, konnte der Brandeinsatz in einem Gebäude unter realen Bedingungen simuliert werden. Wir konnten fünf Atemschutztrupps zu dieser praktischen Einsatzübung entsenden. Nach dem überprüfen der Atemschutzgeräte wurden die Übungsteilnehmer noch kurz über die Lage im Container informiert.

Übungsannahme:
Gleich beim Einstieg in den Container stand eine Treppe in Vollbrand. Diese konnte erst nach erfolgreichem Löschen mittels C-Hohlstrahlrohr passiert werden.

Am Ende der Treppe musste ein Gashahn gefunden und geschlossen werden. Anschließend mussten zwei Gasflaschen, die in Brand geraten waren, gekühlt und gelöscht werden. Weiters war es die Aufgabe des Atemschutztrupps, ein offenes Flaschenventil zu schließen. Bei falschem Vorgehen der Einsatzkräfte konnte es vorkommen, dass die Gasflaschen wieder Feuer fingen.

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Danach musste eine Tür zu einem Nebenraum geöffnet werden, hinter der ein Wohnungsbrand simuliert wurde. Durch das öffnen der Tür entstand ein "FLASH OVER" (so wird  das explosionsartige Durchzünden der Rauchgase durch zuführen von Sauerstoff genannt). Da es sich ja um eine realitätsnahe Übung handelte, begann es auf dem Rückzugsweg auch schon wieder zu brennen. Jetzt hieß es sofort wieder zurück hinter die Brandlinie, um das Feuer erneut bekämpfen zu können. Das wichtigste in dieser schwierigen Situation war es, dass der Trupp trotz des Zusammentreffens mehrerer Stressfaktoren Ruhe bewahrte und zusammenblieb.
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 Zwischendurch musste an den Gruppenkommandanten eine Lagemeldung übermittelt werden. Nach einer simulierten Personenrettung mit einer 60 kg schweren Puppe wurde noch ein Fettbrand in der Küche simuliert, der nicht durch Wasser bekämpft werden darf, sondern durch ersticken. (Hinweis in eigener Sache: Sollte ein Fettbrand mit Wasser bekämpft werden, entsteht eine sogenannte Fettexplosion. Da brennendes Fett bei seiner Entzündung mehrere hundert Grad  heiß ist, verdampft zugegebenes Wasser schlagartig und reißt brennende Fettteilchen mit sich, welche für den Löschenden und dessen Umgebung verheerende Auswirkungen hat. Aus einem Liter Wasser entstehen 1700 Liter Wasserdampf.)

Ein geeignetes Mittel  um die Flammen zu ersticken ist ein Deckel, welcher in der finsteren und verrauchten Küche aber erst gefunden werden musste.

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Nicht nur die enorme Hitze von bis zu 600°C machten den Teilnehmern zu schaffen, sondern auch die stark eingeschränkte Sicht durch Rauchgase und Wasserdampf. Sämtliche Arbeiten mussten in kniender oder zumindest gebückter Haltung bewältigt werden, um der enormen Temperatur nicht mit aller Kraft ausgesetzt zu sein.
Im Anschluss an die Übung im Container wurde durch unserem Trainer, der während der gesamten Übung hautnah dabei war, eine finale Besprechung durchgeführt, in welcher die Teilnehmer über etwaige Fehler, die im Ernstfall fatale Folgen haben könnte, hingewiesen wurden.
Wir möchten uns hiermit nochmals beim Bezirksfeuerwehrkommando Fürstenfeld bedanken, welches uns die Teilnahme am Brandcontainer ermöglichte.
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